
Wir erzählen uns gegenseitig Geschichten über das Erziehen und Begleiten von Söhnen ins Erwachsenenalter und hören interessiert zu. Wir finden uns in den Lebensgeschichten anderer wieder und können unsere eigenen Erfahrungen dadurch besser einordnen. Gemeinsam reflektieren wir die Rolle der Mutter und von Gesellschaft und tauschen uns in wertschätzender Weise aus.
Leitung:
Helga Stadler, Biographiearbeit und Kommunikation
Angelika Neuner, Bildungsreferentin ASH Forum
Zielgruppe:
Wir bitte um Anmeldung bis zum 14. Juni 2026.
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Allgemeine Infos aus dem Leitfaden für Erzählcafés
Erzählcafés sind moderierte Erzählrunden, bei denen die Lebensschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden im Zentrum stehen. Dabei geht es um das respektvolle Zuhören und Erzählen, nicht um Diskussion und Infragestellung. Erzählt wird von den Teilnehmenden selbst zu einem vorher angekündigten Thema.
Die moderierende Person macht z.B. auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Lebensgeschichten aufmerksam und stellt dadurch einen Zusammenhang zwischen den Lebensgeschichten her. Sie setzt die einzelne Biographie in den Bezug zum größeren gesellschaftlichen und historischen Rahmen. So beschäftigen sich Erzählcafés nicht nur mit Vergangenem. Vielmehr spannt die Moderation einen Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Teilnehmende betrachten Erlebtes neu und können dabei Zukunftspläne konkretisieren. Zusätzlich können sie von den Erfahrungen und dem Wissen der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen und profitieren. Erzählcafés sind partizipativ gestaltet: Jeder darf teilnehmen und ist aktiv beteiligt. Ob Teilnehmende erzählen oder zuhören, beides bewirkt die Reflexion über Werte, Normen und über das eigene Wissen und Können. Durch den respektvollen Austausch werden das Gemeinschaftsgefühl und das gegenseitige Vertrauen innerhalb der Gruppe gestärkt. Die Teilnahme an einem Erzählcafé bedeutet zu gleich die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.
(Netzwerk Erzählcafé Schweitz, 2019)