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Memory Lab evangelisches:erinnern

Memory Lab evangelisches:erinnern

 

Im Rahmen des Memory Labs evangelisches:erinnern untersuchen wir im ASH Forum, wie Erinnerung entsteht, vermittelt und verändert wird. Dabei werden historische Narrative, Erinnerungsorte und -medien ebenso reflektiert wie ihre Bedeutung für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Spannungsfeldern zwischen Sichtbarkeit und Vergessen sowie den unterschiedlichen Perspektiven innerhalb einer pluralen Gesellschaft.

 

Neben den hier zu findenden Schwerpunktprojekten beschäftigt sich das Memory Lab evangelisches:erinnern mit antjudaistisch und antisemitisch belasteten Denkmälern im kirchlichen Raum. Seit 2021 begleitet das Memory Lab ein Aufarbeitungs- und Neugestaltungsprojekt in der Evangelischen Pauluskirche in Wien, in dessen Fokus der Umgang mit den antisemitischen Buntglasfenstern im Kirchenraum steht. Im Oktober 2024 führte das Projekt zu einer wissenschaftlichen Publikation (Dialog-DuSiach), die am 10. November 2024 im Rahmen eines Gottesdienstes präsentiert wurde. Weitere Informationen, einen Werkstättenbericht sowie die Beiträge aus Dialog-DuSiach gibt es hier.

 

Darüber hinaus stieß das Memory Lab 2025 gemeinsam mit der Topothek der Evangelischen Kirche in Österreich (Archivar Johannes Leitner) einen Bestandserhebungsprozess an, in dem sämtliche Denkmäler, insbesondere Gefallenendenkmäler, in evangelischen Kirchenräumen und in deren Umfeld (Friedhöfe, Pfarrhäuser etc.) von evangelischen Pfarrgemeinden fotografisch dokumentiert und archivalisch gesichert werden sollen. Ziel dieses Projekts ist die Schaffung eines kunst-, theologie- und kulturgeschichtlich auswertbaren Online-Archivs.

 

Schlussendlich beteiligt sich das ASH Forum über das Memory Lab am Programm der jährlichen Bedenk-Veranstaltungsreihe Mechaye Hametim, mit der rund um den 9. November der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome gedacht wird. Die bereits zur Tradition gewordenen Gedenkspaziergänge führen jedes Jahr auf den Spuren des 1938 bis 1945 weitestgehend vernichteten Judentums durch ein anderes Grätzel Wiens.

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Mechaye Hametim! Gedenkspaziergang

Das ASH Forum beteiligt sich am Programm der jährlichen Bedenk-Veranstaltungsreihe Mechaye Hametim, mit der rund um den 9. November der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome gedacht wird. Die bereits zur Tradition gewordenen Gedenkspaziergänge führen jedes Jahr auf den Spuren des 1938 bis 1945 weitestgehend vernichteten Judentums durch ein anderes Grätzel Wiens.

Künstler: Rudolf Böttger
Die antisemitischen Buntglasfenster der Evangelischen Pauluskirche Wien-Landstraße
Bestandserhebung evangelischer Denkmäler

rückblick

Pressereise evangelisches:erinnern

Die Vergangenheit diente und dient bis heute unterschiedlichen sozialen, politischen und konfessionell geprägten Milieus als Bezugspunkt historischer Selbstvergewisserung, zur Legitimation eigener Ansprüche oder als Projektionsfläche für Selbst- und Feindbilder.

Anlässlich des 500-Jahr-Gedenkens an den Großen Bauernkrieg und die Entstehung der Täuferbewegung 1525 sowie des 400-Jahr-Gedenkens an den Oberösterreichischen Bauernkrieg von 1626 wurde im Juli 2025 eine dreitägige Pressereise in Kooperation mit der Kathpress und dem epd durchgeführt, die diese Vergangenheit sowie ihre Aneignung und Instrumentalisierung kritisch in den Blick nahm.

Hier geht es zum ORF2-Beitrag.

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Tagung evangelisches:erinnern - Evangelische Erinnerungskulturen im Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts

Vom 19. bis 21. April 2023 fand an der Universität Wien eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel "evangelisches:erinnern" statt.

Rund 40 Expert:innen widmeten sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der aktuellen Forschung zu und Diskussion von evangelischen Erinnerungskulturen im deutschsprachigen Raum. Thematisch lag der Fokus insbesondere auf der Zeit von den Weltkriegen bis in die Gegenwart. Die Tagung nahm verschiedene Frömmigkeitsmilieus in den Blick und spannte einen Perspektivenbogen von Theologie über Ethnologie bis Literatur- und Kunstgeschichte. In diesem Kontext wurde gefragt: Wie erinnern Evangelische und wie wird Evangelisches innerhalb und außerhalb des österreichischen Protestantismus erinnert? Was bedeuten die praktizierten Erinnerungskulturen für das Verhältnis der Erinnernden zu zentralen gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart?

 

Die Tagung wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich, dem Institut für Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst sowie dem Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien durchgeführt.

 

Hier geht's zu:

Tagungsbericht

Tagungsband (Bestellmöglichkeit)

Podcast

Ö1-Beitrag


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