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"36 Grad, und es wird noch heißer"

Österreich wird zum Urlaubsland. Denn mittlerweile muss man nicht mal mehr in den Süden fahren, um der 40-Grad-Grenze näherzukommen. Die kann bereits in Wien in vollen Zügen ausgekostet werden. Die letzten Tage haben uns wieder einmal gezeigt: „Oh wow, den Klimawandel, den gibt’s scheinbar doch.“

Auch für die leidenschaftlichsten Skeptiker:innen wird es langsam schwierig, die Veränderungen des Klimas wegzuargumentieren. Ein Hitzerekord folgt dem nächsten und so langsam wird wirklich jede:r verrückt. Während wir zu Hause sitzen, Erfrischungssalate essen und jammern, dass es keine Klimaanlage, vergisst man schnell auf Menschen, die gar keine vier Wände haben und dem Wahnsinn vollkommen ausgesetzt sind. Nicht nur Menschen, auch Tiere sind Opfer unserer CO2-Misere - und jetzt, wo wir die Folgen der letzten Jahre wirklich spüren, wird uns langsam bewusst, dass wir vielleicht doch ein paar mehr Bäumchen hätten setzen sollen.

 

Warum kann der Mensch eigentlich erst dazulernen, wenn er den Fehler schon gemacht hat? Kein Problem wird ernst genommen, solange es noch kein ernstzunehmendes Problem ist. Wenn selbst schon Alkohol verboten wird (Paris), merkt man: Wir stecken tief in einem Dilemma. Allerdings bin ich mir unsicher, ob solche wirklich sinnvollen Entscheidungen in Österreich auf Zuspruch treffen würden. Zurückversetzt in die Corona-Zeit wird Bier statt Klopapier gehortet. Der Einstieg ins Schwarzmarktgeschäft – auch wenn’s nur für ein Wochenende wäre. Denn das Schlimmste für eine:n Durchschnitts-Österreicher:in wäre gewiss nicht eine „kleine“ Hitzewelle.

 

Doch was kann man wirklich gegen das heiße Wetter tun? Ein kühles Bier scheint nicht die Lösung zu sein, doch vielleicht eher ein Sozi? „Quelle TikTok“ hat mir beigebracht: Wasser allein hilft nicht. Stattdessen etwas Zitrushaltiges, eine Prise Salz – und schon kann der Körper besser damit umgehen. Meine Expertise lautet: Hauptsache Spaßgetränk. Alles, was Spaß macht, ist gut für heiße Tage, denn alles, was einen vom kühlsten Plätzchen in der Wohnung zumindest zwei Zentimeter wegbewegt, ist ein Erfolg des Tages. Ebenso können nasse Handtücher deine Welt verändern. Eingewickelt wie eine Mumie lässt es sich gleich besser aushalten. Auch wenn Eiswürfel in sämtlichen Supermärkten ausgehen, kann man sich noch immer mit selbst gemachten eindecken – oder ganz im Notfall auch mit einer Packung tiefgekühlter Erbsen. Und mein größter Geheimtipp: Wenn es am Abend dann doch noch etwas kühler geworden ist, sollte man unbedingt den nächsten Spielplatz aufsuchen – Schaukeln ist das Wundermittel gegen schlechte Laune.

 

Während ich in meiner einigermaßen kühlen Wohnung sitze und die schwitzenden Bauarbeiter vor meinem Fenster beobachte, grüble ich jetzt schon über die fortschreitende Zeit. Ich bin definitiv schon gespannt auf den „richtigen“ Sommer und die nächsten Herausforderungen, die auch den Österreicher:innen nicht erspart bleiben. Darauf erst mal ein Soda-Zitron.

 


 

Thoughts and Prayers

Stimmen aus dem Team

ist unser neues Format mit dem wir zeigen wollen, wer hinter dem ASH Forum steht und was uns so in unseren Leben beschäftigt.

 


Dieser Beitrag ist von Sophie Stürmer, unsere Social Media Managerin.

 


Alle Beiträge und vieles mehr findet ihr hier auf unserem Instagram-Kanal.


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