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Hiermit kündige ich

Meine Zeit beim ASH Forum neigt sich leider dem Ende zu. Circa ein Jahr durfte ich in diesem tollen Team verbringen, Content produzieren und gemeinsame Projekte ins Leben rufen. Doch nun habe ich schweren Herzens gekündigt, der Grund dafür wird vielleicht überraschen.

Kündigungen sind eigentlich immer komisch. Irgendwie fühlt es sich an wie Schlussmachen oder bei langjährigen Arbeitsverhältnissen vielleicht sogar wie eine Scheidung. Manchmal ist es schrecklich, manchmal okay, manchmal ist eine Seite noch nicht bereit loszulassen, manchmal sind alle Beteiligten froh, dass es vorbei ist. Aber immer ist es ein Ende.

 

Meine letzte Kündigung vor circa eineinhalb Jahren war sehr anders als beim ASH Forum und ziemlich schrecklich. Meine Arbeitgeber:innen kündigten mich kurz nach einem langen Krankenstand, bei dem ich mich von einer Operation erholte. Lustigerweise war von meinen drei Chef:innen nur jene Person anwesend, die mich nicht kündigen wollte.

 

Die Monate zuvor hatte ich mich schon unwohl gefühlt, wurde in meiner Expertise nicht ernst genommen und viel herumkommandiert. Aber ich war mir bis zum Ende sicher, dass wir das mit ein paar Gesprächen irgendwie hinbekämen. Doch bevor ich darum bitten konnte, wurde ich hinausgeschmissen. Wie in einer Beziehung war ich der naive Part, der noch an der Idee festhielt, dass man es noch hinbekäme und wurde komplett überrascht, als es so plötzlich vorbei war. Das Kündigungsschreiben war ein handgeschriebener Wisch, den ich ohne Zögern unterschrieb – dort hielt mich jetzt nichts mehr – und ich musste noch am selben Tag meinen Schreibtisch räumen.

 

Beim ASH Forum lief meine Kündigung sehr anders ab. Schweren Herzens musste ich Leo und Angelika erklären, dass die Entwicklungen, die Social Media im letzten Jahr gemacht hat, für mich die Arbeit damit unmöglich machen. Die KI, der immer stärkere Fokus auf Produkte, das shadowbannen politischer Inhalte. Der Spätkapitalismus frisst alles, was er findet und macht es zu einer Profitmaschine. Der Algorithmus pushed Videos, die uns auf der Plattform halten, wir sollen alle süchtig werden, um ganz viel Kohle zu generieren. Ich will kein Teil mehr von dieser Maschine sein, ich will lieber in analoger Gemeinschaft sein, statt zu vereinsamen, mich disconnected zu fühlen und meine Weitsicht zu verlieren.

 

Trotzdem fiel es mir extrem schwer zu kündigen. Ich fühlte mich im Team wohl, wurde für meine Expertise appreciated und fand die Arbeitsstimmung stets entspannt. Aber ich spürte klar den Drang zu gehen. Ich war hin und her gerissen. Gemeinsam mit meiner Therapeutin kam ich auf folgende Analogie: In den Jahren davor hatte ich nur Boyfriends (Arbeitsplätze), die mich schlecht behandelt haben und mich nicht wertschätzen. Im ASH Forum hab ich finally einen Boyfriend gefunden, der gut zu mir ist und nichts dagegen spräche, mein Leben mit ihm zu verbringen. Aber das Ding ist: Leider steh ich nicht auf Männer (Social Media).

 

Das Loslassen war dementsprechend erst mal gar nicht so leicht ─ von beiden Seiten ─ aber besonders von Seiten des Forums. Ich bekam noch ein weiteres Mal zu spüren, wie sehr meine Arbeit hier wertgeschätzt wird und dass wir eigentlich gut zusammenpassen würden, wär‘ da nicht… naja, ihr wisst schon.

 

Mit diesem Text will ich deshalb auch meine Dankbarkeit für meinen ersten tollen Boyfriend ausdrücken, der die Messlatte für alle weiteren Arbeitsplätze angehoben hat. Im ASH Forum habe ich gelernt, was es heißt, wenn einem vertraut wird, wie es sich anfühlt, wertgeschätzt zu werden, obwohl man sich selber hinterfragt und wie es ist, entspannt bei der Arbeit zu sein. Das ASH Forum war ein wirklich toller Arbeitsplatz, der natürlich auch seine Mankos hat, aber jede einzelne Person in diesem Team macht ihn zu einem tollen Ort. Ich danke all meinen Kolleg:innen für die gute Zusammenarbeit, den regen Austausch und das viele Vertrauen in mich.

 

Ich werde nie vergessen, dass das ASH Forum meine Messlatte für immer gehoben hat.


Thoughts and Prayers

Stimmen aus dem Team

ist unser neues Format mit dem wir zeigen wollen, wer hinter dem ASH Forum steht und was uns so in unseren Leben beschäftigt.


Dieser Beitrag ist von Leo Handle, unser*e Social Media Manager*in. 

 

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