In Sachen Wohnen verweist die Gemeinde Wien gerne auf ihre Errungenschaften Gemeindebau und gemeinnütziger Wohnbau. Wir hinterfragen kritisch, ob in der Bundeshauptstadt genug passiert, um den Wohnungsmarkt sozial, umweltverträglich und in der Nutzung divers zu gestalten? Denn auch in Wien gibt es partielle bzw. lokale Wohnungsnot, Wohnen als Kapitalanlage, Verdichtung anstatt Flächenentsiegelung oder etwa den Fokus auf frei finanzierten Wohnbau in guten Lagen, der langfristig kulturelle Armut in der Stadt bewirkt.
Das Wohnprojekt SchloR eröffnet eine Alternative. Mit dem Finanzierungsmodell Syndikat entzieht es die errichteten Wohnungen langfristig dem Immobilienmarkt. Die Initiative legt besonderen Wert auf leistbares Wohnen und ein diversifiziertes Nutzungskonzept mit Werkstätten, Seminar- und Proberäumen neben dem Wohnzweck. Gemeinsam mit Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren wir Fragen rund um leistbares Wohnen in Wien, Finanzierungsmaßnahmen für sozialen Wohnbau, Stadtentwicklung sowie lebenswerte und soziale Stadt.
Das Podium teilen sich:
Cornelia Dlabaja, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien
Rainer Hackauf, Mitinitiator SchloR, Bureau für Selbstorganisierung
Thomas Ritt, Abteilungleiter Kommunalpolitik und Wohnen, AK Wien
Moderation: Brigitte Theißl, an.schläge
Am Freitag, 25.11.2022 gibt es um 14:30 Uhr die Möglichkeit, das Wohnprojekt SchloR bei einer Führung vor Ort kennenzulernen. Weitere Informationen folgen.
Mit dabei: Büchertisch von Südwind, Wein und Saft vom Bioweingut Kohl und viele Hinweise zum Thema "Wohnen".